23. Dezember

Passend zur Jahreszeit habe ich ein Gedicht für Dich, in dem es um die Freude geht. Lasse Dich gerne davon anstecken:

Sozusagen grundlos vergnügt

Ich freue mich, dass der Mond am Himmel steht und ,dass die Sonne täglich neu aufgeht.

Dass Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter, gefällt mir wohl. 

Da steckt ein Sinn dahinter, wenn auch die Neunmalklugen ihn nicht sehn. 

Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehn!

Ich freue mich. Das ist des Lebens Sinn.

Ich freue mich vor allem, dass ich bin.

In mir ist alles aufgeräumt und heiter: Die Diele blitzt. Das Feuer ist geschürt.

An solchem Tag erklimmt man die Leiter, die von der Erde in den Himmel führt.

Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben, - weil er sich selber liebt – den Nächsten lieben.

Ich freue mich, dass ich mich an das Schöne und an das Wunder niemals ganz gewöhne.

Das alles so erstaunlich bleibt, und neu!

Ich freu‘ mich, dass ich … Dass ich mich freu‘.

(Mascha Kaléko:  In meinen Träumen läutet es Sturm (dtv))